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Sozialpolitischer Auftrag
von  Hamburg.de 

Letztes Update: 
23.01. 2003   
12:55 h  

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Die besondere Stellung von Hamburg.de aus der Sicht eines Users


19.09.2001 / 30.12.2002
Mir scheint da bisher ein grandioser Irrtum unterlaufen zu sein . . . . . .   

Die Überschrift ist alt und kann soo nicht stimmen.
Eine "besondere" Stellung von Hamburg.de bei den Usern zu vermuten war wohl ein Trugschluß.
Die Anzahl der echten Foren-Nutzer sprechen da Bände und die Qualität der Mehrzahl der Beiträge auch.
Nun, die Foren sind nicht alles bei Hamburg.de. Aber auch die Wirtschaft hält sich erstaunlich zurück,
wenn es um Sachen Werbung geht. Sucht mal einen Computerladen bei Hamburg.de!
Aber bitte, macht euch selbst ein Bild davon, ob ihr euch von Hamburg.de "angenommen" oder veralbert fühlt.

Schaut euch einmal in Ruhe dort um, wo sich die "vielen" User bei Hamburg.de tummeln:
http://fhh.hamburg.de/cgi-bin/dcforum/dcboard.cgi


Wer sind denn nun eigentlich diese seltsamen Wesen, diese "User"?

Sind es die Besitzer einer e-Mail-Adresse bei Hamburg.de
oder sind es die Besitzer von (inzwischen beerdigten) privaten Homepages
oder sind es ganz einfach alle, die irgend etwas von Hamburg.de wollen?

Nun, Hamburg.de definiert seine User ganz offensichtlich  NICHT  als den
glücklichen (oder unglücklichen) Besitzer einer e-Mail-Adresse oder einer
privaten Homepage bei Hamburg.de, sondern vielmehr als Jemanden,
der die Site von Hamburg.de, aus welchem Grund auch immer, angewählt hat.
Der Klick zählt und nicht die Qualität, die der Klickende einbringen könnte.

Dazu gehören dann natürlich auch alle, die irgend etwas suchen, was die Hansestadt Hamburg betrifft.

Das sind zum Beispiel alle, die ein Museum für Hamburgische Geschichte suchen
und mehr Informationen wünschen, als es das Telefonbuch hergibt.
Oder jene, die eine Steuererklärung abgeben wollen und nicht wissen,
wo sie das dafür notwendige Formular herbekommen könnten.

Und es gehören auch alle Auslandsdeutschen dazu, die die Site von Hamburg.de heimsuchen, um der alten Zeiten zu gedenken, als sie noch in Hamburg wohnten.

Der User wird benötigt, um das Ganze Gebilde von Hamburg.de wirtschaftlich sinnvoll zu machen . . . . .

Ja, und jetzt kommt die Preisfrage für Unternehmen,
die hier bei Hamburg.de ihre Werbung treiben möchten uns auch sollen:

  Sind unter den Usern auch jene, die ich sinnvoll ansprechen kann?
  Und stimmt denn auch das Umfeld bei Hamburg.de,
daß die User auch freudig kaufen?

Bildet euch selbst ein Urteil, ob auf euch der Begriff  des von Hamburg.de erwünschten Users zutrifft!
Vielleicht seid ihr hier auf der falschen Site???


Wenig  User   =   Kein sinnvolles Werben möglich   =   Wenig Gewinn


1. Der Firmen-Name von Hamburg.de (GmbH + Co.)
 
suggeriert dem User ein normales marktwirtschaftliches Unternehmen.
Der Name der Firma und die Kapitalbeteiligung der Gesellschafter  
läßt da aber schnell Zweifel aufkommen.

Die Hansestadt Hamburg ist, zusammen mit ihrer Hamburgischen Landesbank,
immerhin noch zu 50,1% der Haupt-Gesellschafter.
Den Rest teilen sich Sparkassen und Internet-Unternehmen.
Damit hat die Hansestadt Hamburg ganz klar bekundet, daß sie mit ihrer Mehrheitsbeteiligung entweder ihren parteipolitischen oder aber sogar ihren  sozialpolitischen  Interessen ein entsprechendes Gewicht mit dieser Internet-Präsenz verleihen möchte.

Da ich dieses Gebilde Hamburg.de aus der Sicht eines Users betrachte,
interessiert mich hier nur die sozialpolitische Komponente.
Von Parteipolitik hab ich eh die Nase voll.

Die anderen beteiligten Firmen dürften überwiegend ein  wirtschaftliches  Interesse
an Hamburg.de haben.
Dabei darf man aber auch ein gewisses Augenmerk für die Image-Pflege,
insbesondere seitens der beteiligten Sparkassen, nicht ganz vergessen.

Daß ein Unternehmen einen Gewinn erzielen soll und muß, dürfte jedem klar sein.
Dabei wird aber meist vergessen, daß es bei einzelnen Bereichen einer Firma
nicht immer  um den direkten Ertrag in DM geht.
Eine geschickte Image-Pflege kann sich auch eindeutig in einer positiven Bilanz niederschlagen.

Etwas verzwickt wird die Sache dann aber, wenn man sich einmal die weiteren,
an Hamburg.de direkt oder indirekt beteiligten, Firmen ansieht.
Wer genau ist eigentlich Eigentümer der Haspa, HanseNet, S-NetLine etc.?

Mir scheint, daß die Hansestadt Hamburg letztendlich die Fäden im Hintergrund zieht
und somit ihr sozialpolitisches Ziel umsetzen wollte.
(Aber die politischen Ziele haben sich inzwischen mit dem "Regierungswechsel" geändert.)

Wie aber läßt sich dieses Ziel nun finanzieren?
Ganz einfach, da muß die Wirtschaft mit ihrer Kapitalkraft her.

2. Die Klientel von Hamburg.de muß somit
auf der einen Seite die werbende Wirtschaft sein (direkter Gewinn aus Werbe-Einnahmen) und zum anderen Teil aus den Anwendern bestehen, die sich die Werbeanzeigen ansehen.
Natürlich ist der größte Teil der Site eine direkte Präsenz der Hansestadt Hamburg mit ihren Behörden und Dienstleistungen für ihre Bürger (= User, die auch die Werbeanzeigen sehen!).

Es dürfte somit klar werden, daß eine der ersten Anforderungen 
seitens der Wirtschaft die Präsenz von Konsumenten (Anwender / User) ist.  
Fehlen die User oder ist er beim Besuch der Site frustriert, dann ist die langfristige Konsequenz ganz einfach: 

Wenig  (oder frustrierte) User  =  Kein sinnvolles Werben möglich  =  Wenig Gewinn

Wenig Gewinn = Finanzierung durch Steuermittel = Das Geld fehlt, es tut sich wenig

Es tut sich wenig oder nichts = Die User bleiben aus = Die Firmen werben nicht mehr

Dieses wäre die typische Abwärts-Spirale eines  privaten  Unternehmens, hinein in den Strudel des Konkurses.

3. Und der User?
Nun, ist die Werbung informativ, so wird sie angenommen oder zumindest toleriert.
Ist sie hingegen aufdringlich, so wird sie nur noch toleriert, wenn der Gegenwert stimmt.
Dazwischen liegt die breite Scala von witzig bis frech; manchmal kommt auch dieses an.

Und: Für den User ist dabei doch die Summe der BonBons entscheidend,
mit wie viel Werbung er sich konfrontieren läßt.

Was sind denn nun diese Goodies für uns Anwender?
Eine kostenlose eMail-Adresse reißt keinen mehr vom Hocker.
Aber der Name Hamburg ist schon interessant.

Die bisherigen "Privaten Homepages" mit satten kostenlosen 20  MB *)  werbefreier Homepage . . .
                            . . . wurden von Hamburg.de gerade beerdigt. (November 2002)

Da bleibt nicht gerade viel!


Ja, und dann fängt der User an zu suchen und nachzudenken . . .
Was will er als User eigentlich im und vom Internet . . .
Steht er als Bittsteller oder Partner da?
Betrachtet man ihn als Untertan oder als mündigen Bürger?

Möchte er etwas von den Behörden oder sucht er etwas in Hamburg?
Oder ist er einer von Jenen, die ihren Spaß im Internet haben wollen und dafür die Werbung schlucken?

Hier möchte ich nun die Spezies von Usern betrachten, die nicht so sehr die Dienstleistungen ihrer Hansestadt benötigen, sondern Jene, die sich für ihre Stadt, Nachbarn und Freunde engagieren möchten.
Jene also, die die Bürger ausmachen, die erst das Leben in diese Stadt bringen.


Die nachfolgenden Zeilen betrafen den Bereich der "Privaten Homepages".
Aber gerade dieses Standbein der Bürgersäule, die privaten Homepages, wurde gerade beerdigt !

Am 6. November 2002 kam der Eingabe-Stopp, am 18. November wurden sie, ohne Vorwarnung (!) vom Netz genommen und am 31. Dezember 2002 sollen sie auch endgültig auf dem Server von Hamburg.de gelöscht werden.
Die einzigen Überlebenden sind die Homepages von Vereinen, Verbänden und von zahlenden Firmen.

Also ist hier vorläufig das neue Ende dieser Seite.
Das Original mit meinen weiteren Ausführungen über "Private" Homepage-User
findet ihr im Archiv unter:  Archiv/Politik-x.html


So geht es auf der Seite im Archiv weiter . . . . . . .

4. Ja, und nun kommen die großen Fragen.
Was sind das für mögliche sozialpolitische Anliegen, 
die unsere ach so geliebten und manchmal auch verachteten Volksvertreter 
in unserer aller Heimatstadt uns denn nun so verklickern wollen . . . . . . . .

 
                             Bald geht's auch hier wieder weiter . . . .   wer weiß ?!?



Wer Anregungen oder Fragen hat, der kann mir hier 
eine Nachricht hinterlassen: 

Kurt@Kurt-Staudt.de 


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