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  Entstehung der Misere 
 bei Hamburg.de . . .

Letztes Update: 
08.06.2004    06
:31 h  

 
   
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Wege aus der Misere  

   

Warum hat Hamburg.de Probleme mit den "Privaten" Homepages?

Hier liste ich Kommentare zu diesem Thema aus Foren und aus der Tagespresse.


 

Anmerkung vom 5. Juni 2004
Hamburg.de hat sich gerade in den letzten Tagen wieder einen Orden verdient!
Die Zeitschrift TOMORROW lobt Hamburg.de über alle Maßen!
Hamburg.de schreibt am 31. Mai 2004 selbst darüber:

hamburg.de wurde zum besten Internetauftritt deutscher Städte gekürt.
http://www.hamburg.de/news/1,2980,JGdlbz0zJGl0ZW09MzkwODczMiQ_,00.html

Die Selbstdarstelung ist vollauf gelungen, das kann man neidlos anerkennen.
Aber wo bleibt da der "Arbeitgeber" der Internetpräsenz unserer Volksvertreter, der Bürger?
Wo bleibt die ursprünglich zugesicherte 3. Säule, die BürgerSäule?
Und wo bleibt da der Dialog mit dem Bürger?

Die privaten Homepages wurden eingestampft und die Foren geschlossen.
Das ist die andere Seite der Medaille!

Siehe auch in unserem Vereins-Forum:
Hamburg.de und seine Bürger
 http://www.hamburg.org/forum/viewtopic.php?t=16


 
1.

Kurz und präzise: Eine Antwort bei www.Heise.de.

http://www.heise.de/foren/go.shtml?read=1&msg_id=2536775&forum_id=10541

Re: Hamburg.de hat seine Pforten für 'Private Homepages' geschlossen
capt bullshot (9. November 2002 11:25)

Das angesprochene Problem tritt eigentlich nur
bei Webhostern auf, die private Homepages für
lau ohne genau Überprüfung der Personalien anbieten.
Bei geocities gab es genau diesen Effekt vor einiger
Zeit auch.

Bei Anbietern, die für ihr Angebot Geld nehmen,
und sei es noch so wenig, ist idR die genaue
Adresse usw. der Nutzer bekannt, und damit
eine rechtliche Verfolgung illegaler Inhalte
möglich. Deswegen geht ja da auch kein
Anbieter von Raubkopien hin.

Bei den Freespace-Anbietern kann man sich online
ohne weitere Prüfung anmelden, das ruft ja
gerade nach illegalen Machenschaften, weil
man da ja anonym bleibt.
 

 

2.

So kam die Nachricht bei der Patriotischen Gesellschaft an:

Diese "Hamburg.de-Foren-Links" sind nicht mehr gültig. Die Foren von Hamburg.de wurden geschlossen.
http://fhh.hamburg.de/cgi-bin/dcforum/dcboard.cgi?az=read_count&om=369&forum=DCForumID1

KlausSchleisiek
 
Mit dabei seit 13-Apr-02
119 Beiträge
"Private Homepages gehen bald vom Netz..."
06-Nov-02, 16:12 Uhr (GMT)
 
Hamburg.de hat mich in meiner Eigenschaft als Koordinator der Bürgernetz-Kommission informiert, dass die privaten Homepages demnächst vom Netz genommen werden.

Grund ist der von Kurt Staudt bereits vor vielen Wochen bemerkte VEHEMENTE Mißbrauch durch zwielichtige Warez-Händler, die hamburg.de einen monatlichen Traffic im zig-GByte-Bereich und Kosten von mehreren 10.000 Euro/Monat beschert hat.

Ich habe heute den neuen Geschäftsführer, Herrn Röthlinger, persönlich getroffen und er sagte zu, dass er gerne einen Gesprächstermin vereinbaren würde, um darüber zu reden, mit welchem Verfahren es hinzukriegen ist, auch weiterhin kostenlose private Homepages anzubieten und den Mißbrauch ohne großen Aufwand zu unterbinden.

Er hat versichert, dass die Homepages zwar vom Netz genommen, aber nicht gelöscht werden.

Wer hätte Interesse, an einem solchen Gespräch teilzunehmen?

KS

Nächstes Bürgernetztreffen am 27. November 2002 um 19:00 im "Tonnies Zimmer" der Patriotischen Gesellschaft.
 

 

3.

Der erste Kommentar aus der User-Basis:

http://fhh.hamburg.de/cgi-bin/dcforum/dcboard.cgi?az=read_count&om=369&forum=DCForumID1&omm=1&viewmode=threaded

maxdreamland

Mit dabei seit 6-Nov-02
1 Beiträge
1. "RE: Private Homepages gehen bald vom Netz..."
06-Nov-02, 19:06 Uhr (GMT)
Als Antwort auf Beitrag Nr. 0
 
Hi..

mit großer Verärgerung habe ich eine Email gelesen, die der Betreiber von Hamburg.de heute an seine Homepage-User verschickte (siehe unten).

Ich finde es einen Skandal, daß die Betreiber des Stadtportals eine so
fadenscheinige Ausrede vorschieben, um den Homepage-Service einfach einzustellen.
Für das genannte „Problem“ gäbe es simple technische Maßnahmen, wie sie bei vergleichbaren Serviceanbietern bereits seit Jahren zum Einsatz kommen.
So wäre es z.B. möglich den Durchsatz der Homepages (X MB Download pro Tag)
zu beschränken und diese bei einer Überschreitung des Limits für 24 Stunden zu sperren. Geschieht dies wiederholt könnte ein Administrator benachrichtigt werden
und den Account ggf. sperren/löschen. Zeitaufwand: wenige Stunden pro Woche.

Es scheint mir vielmehr so zu sein, das die Betreiber von Hamburg.de nach einer mehrjährigen Mißwirtschaft, die zur Zeit in der „schleichenden Insolvenz“ der Entwicklungs-Abteilung von Hamburg.de und Schleswig-Holstein.de (Fa. SNetline
aus Kiel) gipfelt, nach einer günstigen Gelegenheit suchen, um sich der Verantwortung gegenüber der Hamburg.de-Community zu entziehen.

Erinnern Sie sich mal 1 ½ Jahre zurück. Was für ein finanzieller Aufwand wurde damals betrieben, um das neue Stadtportal auf die Beine zu stellen. Lange Zeit übrigens gegen den Willen der Nutzer, die vollkommen Zufrieden mit dem alten Hamburg.de waren. Da wurden ganze Litfaßsäulen mit Hamburg.de-Plakaten gefplastert und vom mittlerweile beurlaubten Geschäftsführer von Snetline unter dubiosen Umständen Laptops an 10.000te und 50.000te Hamburg.de-Nutzer verteilt.

Alles nur um eine Community rund um das neue Portal zu schaffen.
Hochtrabend waren die Pläne, groß die Versprechungen.
Nutzerzahlen in der Größenordnung von T-Online wurden großspurig vorausgesagt.
Von einem Lebenslagen-Konzept wurde gesprochen, von einer revolutionären Suchmaschine (die jetzige Suchmaschine, die vor kurzem aus unverständlichen Gründen einen Preis gewonnen hat, ist nur ein Schatten der ursprünglich geplanten). SSL Verschlüsselung wurde monatelang angekündigt und kam dann endlich nach fast einem Jahr. Ein Shopping-Portal sollte es werden (Wann haben Sie das letzte mal auf Hamburg.de geshoppt?).

Und was ist geworden?
Einzig die Community in den Foren und auf den Homepages funktioniert wirklich und hat sich entwickelt (den diversen Sicherheitslöchern zum Trotz).
Und ausgerechnet diese treue Community, die unzählige Stunden in die Entwicklung ihrer Homepages gesteckt hat – zeitweise mit einem störrischen Tool namens HomepageMaker (Ja! Wir haben das nicht vergessen!) , weil der versprochene FTP Support ebenfalls monatelang auf sich warten ließ – will man nun einfach so abschalten.

Mal eben locker-flockig eine Email geschickt: „Ach übrigens...in zwei Wochen schalten wir euch ab. Mit freundlichen Grüßen euer Hamburg.de“.

Ich frage mich ob die Stadt Hamburg bei ihrer „Public-Private-Partnership“ mit dem Betreiber von Hamburg.de sich das so vorgestellt hatte. Wohlgemerkt, die zahlenden Nutzer (Unternehmen) sowie Vereine und Verbände werden nicht abgeschaltet, nur die unnützen und Kosten erzeugenden privaten Homepage-User um die man anfangs so gekämpft hat.

Und der Schlußsatz der Mail ist ja wohl ein echtes Armutszeugnis für die Betreiber:
„Wir bedauern diesen Schritt, aber das kriminelle Verhalten einiger Internetnutzer macht diese Vorgehen notwendig.“ ... und mit Armutszeugnis meine ich nicht die Grammatik des Satzes Nein, vielmehr die Kernaussage die da lautet: „Leider wurden einige Leute mit Messern erstochen, deshalb essen wir ab morgen wieder mit den Händen.“

So bitte nicht!
 

 

4.

Ein sorgenvoller Kommentar.

http://fhh.hamburg.de/cgi-bin/dcforum/dcboard.cgi?az=show_thread&forum=DCForumID1&om=369&omm=14&viewmode=threaded

KlausSchleisiek

Mit dabei seit 13-Apr-02
118 Beiträge
14. "Offene Antwort zum Info: Veränderungen bei hamburg.de"
07-Nov-02, 21:37 Uhr (GMT)
Als Antwort auf Beitrag Nr. 1
 
Liebes Hamburg.de,

mit Sorge habe ich den endgültig klingenden Ton Deiner privaten-Homepageabschaltaktion bemerkt.

Die Argumentation in deinem Info vom 6.11.02 finde ich nicht schlüssig, und der Verfasser ist wohl eher nicht sein Gehalt wert, wenn es Dir darum gegangen sein sollte, die privaten Homepages ohne Gesichtsverlust ob des Vertrauensbruchs abzuschalten. Bedauerlicherweise sachgezwungen, gell?

Wieso sind die privaten Homepages unsicher - und Homepages von Vereinen und Firmen sind sicher? Da braucht man ja noch nicht einmal Netzwerkspezialist zu sein, um zu stutzen.

Dieses Info führt dazu, dass wieder eine ganze Gruppe von Nutzern Dich verprellt verlassen, weil sie sich verarscht fühlen. Du scheinst sehr komische oder sogar keine Vorstellungen darüber zu haben, wie man im Internet eine Community entwickelt. Da geht es unter Deinem neuen Steuermann Gerhard leider erstmal genau so zu, wie auch schon zu Michaels Zeiten. Du tust jedenfalls das Gegenteil - gibt es vielleicht eine Managementtheorie, nach der nur derjenige Stammkunde
wirklich-wirklich profitabel ist, der trotz regelmäßigen Verprellens bei der Stange bleibt? Als ob Du keine Konkurrenten hättest! Im Diskussionsforum jedenfalls wird dafür geworben, dass die "Karawane zu www.8ung.at ziehen" und Dir den Rücken kehren soll! Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen ehrenamtlichen Helfern sich die Bürgersäule auf hamburg.de entwickeln soll? Da machen eh schon Wenige mit.

Aber wahrscheinlich ist Dir einfach nicht klar, dass es für die langfristige Profitabilität eines Internetportals darauf ankommt, eine Stammkundschaft, auf Neudeutsch "User-Community" aufzubauen. Wenn man mal das Neudeutsch wegläßt: Da ist dann auch gleich dem unstudiertesten Gewerbetreibenden klar, wie dumm Deine Politik ist.

Aber, von den Verantwortlichen werden Dir Deine Kapriolen schon ausgetrieben werden! Gestern trafen in der Patriotischen Gesellschaft Dein frischer Steuermann Gerhard, Staatsrat Dr. Schön (Senatskanzlei), Herr Randel (Finanzbehörde) und mehrere Bürgernetzbewegte zusammen und wirklich ALLE haben sich zur Bürgersäule bekannt. Blicke der Betroffenheit ob des Sachzwangs "Abschaltung" kreuzten den Clubraum an der Trostbrücke 4.

Darum: Du wirst noch vor dem Abschalttag_18.11. ein weiteres Info rundsenden müssen, in dem mitgeteilt wird, welcher auf_Grund_krimineller_Missbrauchsmöglichkeiten_erforderlichen Anmeldeprozedur sich Deine Homepagehobbyisten in Zukunft unterziehen müssen - so wie die Verbände und Vereine auch. Damit ist dann doch den anonymen Warez-Kriminellen das Handwerk gelegt, oder?

Um es mal ganz deutlich zu sagen: Es wird Zeit, dass Du aus den Flegeljahren kommst und Deine Nutzer wie Kunden behandelst!

...grummel...

Klaus Schleisiek

Nächstes Bürgernetztreffen am 27. November 2002 um 19:00 im "Tonnies Zimmer" der Patriotischen Gesellschaft.

 

 

Freunde, dieses ist eine Baustelle.

 
Wer weitere Informationen hat, möge diese bitte im öffentlichen Forum des Netzrat Hamburg e.V.*)
posten. Diese Informationen werde ich dann hier mit einarbeiten.
*) Das e.V. ist gerade in Arbeit.

Eine Kuriosität am Rande (5. Juni 2004):
Diese Seite wird bei Google.de zeitweilig an erster Stelle von rund 220.000 Suchergebnissen
als Fundstelle für den nachfolgenden Suchbegriff angezeigt. Zur Zeit belegt meine Seite den Platz 7.
Die Suchworte bitte ich ohne Anführungszeichen einzugeben.
Mit Anführungszeichen ist das Ergebnis allerdings auch nicht schlecht.

>>>   Die Entstehung von Hamburg   <<<

 

 

   Hopfen beruhigt die Nerven!

  In diesem Sinne, Kurt - User4User

 



Hamburg.de als sozial-wissenschaftliches Experiment
auf der Basis des längst gescheiterten Summerhill-Projektes?

Soll es das gewesen sein?
 

Nein  Freunde der >Domäne< Hamburg.de
das kann es nicht gewesen sein!

Folgt dem Aufruf von Klaus Schleisiek und arbeitet mit am Erhalt der "echt privaten" Homepages und des Bürger-Bereiches.

Hier im Forum konntet ihr seine Stellungnahme nachlesen
(Klaus Schleisiek ist Koordinator der Bürgernetz-Kommission)

http://fhh.hamburg.de/dcforum/DCForumID1/369.html


Neuer Link zu unseren eigenen Foren:

Hamburger Diskussionsforum
öffentliches Forum des Netzrat Hamburg
(Das 'e.V.' ist gerade in Arbeit.)


Hier sind zwei Einträge in unserem Foren-Archiv:

http://www.hamburg.org/forum/viewtopic.php?p=3206#3206

http://www.hamburg.org/forum/viewtopic.php?t=68
 

 

8. November 2002, Kurt Staudt - User4User  
                                                  

 

 

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