Stand: 9.11.2005 - 20:12 h 

 

Die Probleme - mit Hamburg.de -

oder

Wurden die Probleme schon in die Wiege gelegt?


 

 
1.


Die Gründung der Hamburg.de GmbH & Co. KG erfolgte in einer Periode der Internet-Euphorie und im Zeichen des Goldrausches der "Neuen Werte" am Aktienmarkt.
- Die Seifenblase des Neuen Marktes ist inzwischen geplatzt. -

 
2.


Das 3-Säulen-Modell für Hamburg.de wurde nicht sauber konstruiert und
es erwies sich als nicht tragfähig.
Das 'Drei-Säulen-Modell' war (und ist?) in den Verträgen zwischen der Stadt und der GmbH vertraglich verankert, aber der Bürger hat diese Verträge nie gesehen.

Die erste Säule, die Politik, machte der GmbH anscheinend wirtschaftliche und technische Vorgaben, die diese soo nicht erfüllen konnte.

Die zweite Säule, die Wirtschaft, empfand den Werbe-Teil von Hamburg.de wohl eher als Konkurrenz, soweit sie selbst in diesem Bereicht tätig waren.
Zu den Gegnern von Hamburg.de rechne ich so gewichtige Bereiche, wie Zeitungen (Werbung) und Internet-Dienstleister (direkte Konkurrenz zu AOL und t-online durch Wahl von HanseNet als damaligen Zugangs-Provider).
Möglicherweise standen auch einige Banken dem Gründungskonsortium der Hamburg.de GmbH & Co. KG etwas negativ gegenüber. Es macht sich halt nicht so gut in den eigenen Kreisen, wenn sich da zwei Sparkassen etwas zu eng an die Politik anlehnen.

Die dritte Säule, die Bürger, waren zwar vertraglich irgendwie eingebunden, aber gerade dieses "Irgendwie" konnte nicht tragfähig sein, weil die Rahmenbedingungen nie klar waren.
Meinte man den Bürger als Konsumenten?
Oder meinte man ihn als gleichberechtigten Partner im Dialog?
Warum hat der Bürger diesen Vertrag nie gesehen, der über sein Schicksal bei Hamburg.de bestimmen sollte?

3.

Weder die Politik noch die Wirtschaft waren auf einen echten Dialog mit den Bürgern vorbereitet. Wenn dann einmal von einigen wenigen engagierten Bürgern der Versuch eines Dialoges unternommen wurde, dann wurden die Diskussionsinhalte zumeist nicht verstanden.
Dabei denke ich insbesondere an unseren ersten Versuch eines konstruktiven Dialoges im Hause der Finanzdirektion bei Herrn Senatsdirektor Kammer.
Das Problem mit den fehlenden Meta-Tags in den damaligen privaten Homepages machte dieses sehr deutlich. Dieses Problem wurde letztendlich 'erfolgreich' durch die Schließung der privaten Homepages gelöst.

Die Betreibergesellschaft für die Domain Hamburg.de verpaßte die Chance eines echten Dialoges mit den Bürgern. Mit ihren damaligen Gästebüchern und besonders in den nachfolgenden Foren wäre eine hervorragende Möglichkeit zum Dialog gegeben gewesen.
Nur hätte man da etwas fester im Sattel sitzen müssen, anstatt Antworten zu verweigern.

Nun, diese unliebsamen Foren mit ihren bohrenden Fragen hat man im Müll und Frust der Bürger ersticken lassen. Der Schuldige war auch schnell ausgemacht: "Die Bürger haben die Foren nicht angenommen . . . deshalb 'mußte' man sie schließen".
 




Das war der Start mit der HanseNet-CD

Die Text-Datei vom 29. Juni 2002
auf der ersten Zugangs-CD von Hamburg.de:

hamburg.de - Hamburgs Internet Tor zur Welt

"Viel Erfolg und Spaß beim Einrichten der Verbindung und Nutzen der vielen Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten bei hamburg.de".
Stand: Juni 2000

Den vollen Text findet ihr unter    3-Anlage-a

Wenn ihr euch den Text einmal genauer durchlest, dann ahnt ihr, wie kompliziert das damals gemacht wurde, damit man auch ja "HanseNet" als Zugangs-Dienst nehmen würde. Mit "t-online" oder AOL ging das auch damals schon viel einfacher - und vor allem . . . preiswerter!

Das war nichts für den Durchschnitts-User im Internet.


Die zweite Zugangs-CD, dieses Mal von Talkline wurde schon nicht mehr über die Anteilseigner von Hamburg.de vertrieben, sondern über die Lotto-Annahmestellen.

Aber auch auf dieser CD ist unser Bürgermeister  a.D., Ortwin Runde, mit seiner eigenen Stimme zu hören, wie er wieder einmal versprach: Jeder Hamburger Bürger solle einen "kostenlosen" Internet-Zugang erhalten.


Heute nun präsentiert sich der dritte Zugangs-Partner zu Hamburg.de und zum Internet. Aber macht euch selbst ein Bild, ob sich die Mühe lohnt.

 Quelle (30.10.2003):
 http://www.hamburg.de/index/1,2709,JGdlbz0zJG9rPTE2Nzk3JHVrPTE4Mzg2JA__,00.html

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Diesen Zugang habe ich bisher noch nicht getestet.

Kurt

 

 

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